Politik : Mazedonien: Eine unerfahrene Armee

Der mazedonischen Armee gehören derzeit rund 10 000 Soldaten an. Die Reservisten eingeschlossen, kann sie nach Angaben des Fachblatts "Defense and Security" auf bis zu 120 000 Mann zählen. Schlecht ausgerüstet und unerfahren, ist die Truppe dem Fachblatt zufolge nur ungenügend vorbereitet auf den wieder aufgeflammten Guerilla-Krieg mit der albanischen Rebellenorganisation UCK.

Nach der Auflösung des früheren Jugoslawien musste Mazedonien 1992 beim Aufbau seiner Armee praktisch bei Null anfangen. Das Land musste fast das gesamte Waffenarsenal der früheren jugoslawischen Armee an Belgrad abliefern. Belgrad ließ nur leichte Waffen, wenige 120-Millimeter-Kanonen, Mörsergranaten und Granatwerfer zurück. Laut "Defense and Security" stellte Skopje daraufhin ein ehrgeiziges Programm zum Aufbau seiner Streitkräfte auf - das jedoch nie umgesetzt wurde.

In den vergangenen drei Jahren bekam Mazedonien militärische Ausrüstung aus dem Ausland gespendet, vor allem aus Deutschland und Bulgarien. Zudem bekam das Land Hilfe von der NATO-Partnerschaft für den Frieden, deren Mitglied es ist.

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