Politik : Mazedonien: EU mahnt Koalitionsbildung an

Die schwedische Außenministerin und amtierende EU-Ratspräsidentin Anna Lindh hat die mazedonischen Volksgruppen zur Bildung einer breiten Regierungskoalition aufgefordert. Diese könne als gemeinsame Plattform gegen die Gewalt der albanischen Extremisten und als Forum eines Dialogs über die Zukunft Mazedoniens dienen, erklärte Lindh am Mittwochabend in Brüssel. Lindh forderte insbesondere die albanische Partei für Demokratischen Wohlstand (PDP) auf, einer Koalition beizutreten.

Auch Großbritannien, das in der Vergangenheit eine führende Rolle bei den Friedensvermittlungen auf dem Balkan führte, forderte die PDP auf, sich an der Regierung zu beteiligen. Der Sprecher des Außenministeriums sagte, vereinte Bemühungen aller demokratischen Kräfte in Mazedonien seien notwendig, um die Ablehnung der Terror-Akte der Rebellen zu demonstrieren.

Die EU-Ratspräsidentin beklagte, es sei mittlerweile bereits einen Monat her, dass die mazedonische Führung die Absicht erklärt habe, eine breite Koalition zu bilden. Dabei seien bislang aber keine Fortschritte erzielt worden. Die PDP schloss den Eintritt in die Koalition aus, so lange die gegenwärtige Offensive der mazedonischen Armee gegen Stellungen der Rebellen andauere.

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