Politik : Mazedonien: Wie sich die Nato vortastet

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Zum Thema Hintergrund: Der NATO-Plan "Essential Harvest" Mit der geplanten Entsendung eines 400 Mann starken Vorauskommandos nach Mazedonien gibt die Nato ein Signal, dass sie es mit der Entwaffnung der albanischen Rebellen ernst meint. Gleichzeitig will das Verteidigungsbündnis noch in dieser Woche die politische Chance nutzen, die sich aus dem Friedensabkommen zwischen der slawischen Mehrheit und der albanischen Minderheit in dem Balkanstaat ergibt. Die Soldaten des Voraustrupps unter dem Kommando des britischen Brigadegenerals Barney White-Spunner könnten "innerhalb von Tagen" in Mazedonien stationiert werden, sagte am Mittwoch ein Sprecher des Londoner Verteidigungsministeriums. Der Voraustrupp soll das Hauptquartier für die Entwaffnungsoperation in Skopje aufbauen und mit allen mazedonischen Konfliktparteien die Modalitäten der Waffenabgabe klären. Der Sprecher des britischen Verteidigungsministeriums verdeutlichte allerdings, dass die albanischen Rebellen ihre Waffen freiwillig abgeben müssten. Das etwa 3000 bis 4000 Mann starke Hauptkontingent, das die eigentliche Entwaffnung durchführen soll, wird unter dem Kommando des dänischen Generals Gunar Lange stehen. Für die Entsendung dieser Soldaten bedarf es noch eines Einsatzbefehls des Nato-Rates. Ein solcher Befehl könnte schon am Freitag gefasst werden. Wahrscheinlicher ist nach Angaben aus Nato-Kreisen aber eine Entscheidung am kommenden Montag.

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