Politik : McCain ist am Ziel

Washington - Bei den US-Republikanern hat Favorit John McCain alle vier Vorwahlen am Dienstag gewonnen und die nötige Delegiertenzahl für die Nominierung als Kandidat der Konservativen überschritten. Der 71-jährige Senator von Arizona siegte in Ohio mit 60 Prozent, in Rhode Island mit 65, in Texas mit 51 und in Vermont mit 60 Prozent. Er hat nun 1260 Delegierte hinter sich, bei den Republikanern sind 1191 für die Nominierung erforderlich. Mike Huckabee, sein letzter innerparteilicher Konkurrent, erhielt zwischen 14 Prozent (in Vermont) und 38 Prozent (in Texas) und erklärte seinen Rückzug. Er stelle sich nun hinter McCain, sagte Huckabee, ein Baptistenprediger, Ex-Gouverneur von Arkansas und Liebling der religiösen Rechten. Das Wichtigste sei jetzt die Einheit der Partei, um die Demokraten in der Hauptwahl am 4. November zu schlagen.

Präsident George W. Bush empfing McCain am Mittwoch im Weißen Haus und erklärte seine Unterstützung für ihn. Im Präsidentschaftsrennen 2000 waren Bush und McCain erbitterte Rivalen.

Die Wahlergebnisse zeigen, wie reserviert Konservative McCain sehen. Das heben US-Medien hervor. Seit Wochen führt er uneinholbar im Nominierungsprozess. In dieser Phase wählen normalerweise auch Republikaner, die zuvor andere Bewerber unterstützt haben, den Favoriten, um Einheit zu signalisieren. In Texas stimmten die republikanischen Vorwähler fast zur Hälfte für andere Kandidaten und in Ohio zu 40 Prozent. Für die Parteirechte ist McCain in ideologischen und praktischen Fragen zu liberal. Er hat gegen Präsident Bushs Steuernachlässe für Reiche gestimmt und gegen harte Verhörmethoden gegen Terrorverdächtige. Auch gesetzliche Verbote von Abtreibungen und der Homoehe, wie sie Konservative fordern, lehnt er ab. cvm

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