Mecklenburg-Vorpommern : Merkel: Geht zur Wahl

Eine hohe Wahlbeteiligung bei den anstehenden Wahlen würde nach Ansicht von Kanzlerin Merkel vor einem Erstarken extremer Parteien schützen. Die CDU halte indessen an ihrem Ziel fest, in beiden Ländern stärkste Partei zu werden.

Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ruft die Bürger in Mecklenburg-Vorpommern eindringlich dazu auf, sich am Sonntag an der Landtagswahl zu beteiligen. Merkel sagte dem Hörfunksender "NDR Info" vor dem Hintergrund eines möglichen starken Abschneidens der NPD: "Eine hohe Wahlbeteiligung schützt auch vor extremen Parteien." Deshalb appelliere sie an die Menschen, zur Wahl zu gehen und damit "die Zahl derer, die extrem wählen, klein werden zu lassen."

Die CDU-Bundesvorsitzende misst der Landtagswahl nur begrenzte bundespolitische Bedeutung zu. Erstmals wählten die Bürger in Mecklenburg-Vorpommern nicht gleichzeitig Landtag und Bundestag. "Diesmal geht es schon sehr stark um landespolitische Entscheidungen", sagte Merkel, die selbst ihren Bundestagswahlkreis in Mecklenburg-Vorpommern hat.

Es wäre auch nicht von bundespolitischer Relevanz, wenn sich die SPD nach den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin erneut für die Linkspartei als Partner entscheiden sollte, sagte Merkel weiter. Sie betonte zugleich mit Blick auf die SPD: "Wir kämpfen erst einmal darum, dass sie in diese Entscheidungsmöglichkeit nicht kommen". Die CDU wolle in beiden Ländern stärkste Partei werden und Rot-Rot ablösen. (tso/ddp)

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