Politik : Medien: 30 Tote bei Unruhen in Tunesien

 Paris/Berlin - Bei den sozialen Unruhen in Tunesien sind nach jüngsten Angaben mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen. Das berichtete die Zeitung „Le Monde“ am Montag auf ihrer Website. Die Zahl der Opfer kann nach Angaben von Gewerkschaftern noch steigen, da es viele Schwerverletzte gebe, die in Lebensgefahr schweben.

23 Tunesier seien durch Schussverletzungen ums Leben gekommen, hieß es in inoffiziellen Berichten. Die tunesische Regierung gab die Zahl der Opfer am Samstagabend mit 14 an. Am Montag sind bei neuen Protesten aber offenbar erneut mindestens sieben Menschen erschosssen worden. Tunesien wird seit dem 17. Dezember von schweren sozialen Unruhen erschüttert, in denen sich der Frust über die Arbeits- und Perspektivenlosigkeit Bahn bricht. Mindestens vier Menschen, unter ihnen zwei 17-Jährige und ein arbeitsloser Hochschulabsolvent, haben sich aus Protest öffentlich selbst verbrannt. Zwei von ihnen starben an ihren Brandverletzungen.

Das Auswärtige Amt hat zu erhöhter Vorsicht bei Reisen nach Tunesien und Algerien, wo es auch Proteste gibt, aufgerufen. Man habe die Reise- und Sicherheitshinweise entsprechend angepasst, sagte ein Sprecher am Montag. dpa

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