Medienbericht : KSK-Soldaten waren in Afghanistan "unterfordert"

Die Soldaten der Elitetruppe KSK sollen sich bei ihrem Einsatz in Afghanistan unterfordert gefühlt haben. Dafür spricht laut Verteidigungsausschuss auch die Tatsache, dass nicht ein einziger Schuss gefallen sei.

KSK
Das KSK: Gelangweilt und unterfordert? -

BerlinDie Elitetruppe Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr hat bei ihrem Einsatz in Afghanistan nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" keinen einzigen Schuss abgegeben. Vielmehr fühlten sich die Soldaten weitgehend unterfordert, berichtet die Zeitung über die Erkenntnisse des Verteidigungsausschuss des Bundestags. Er hatte sich im November 2006 als Untersuchungsausschuss eingesetzt, um den KSK-Einsatz des Jahres 2002 zu durchleuchten. Anlass waren Vorwürfe des ehemaligen Guantanamo-Häftlings Murat Kurnaz aus Bremen, er sei in Afghanistan von KSK-Soldaten misshandelt worden. Diese Anschuldigung wurden von den befragten Soldaten bestritten. An diesem Donnerstag will der Ausschuss seine Arbeit offiziell beenden und einen Bericht vorlegen.

Der KSK-Einsatz im Rahmen der US-geführten Anti-Terror-Operation Enduring Freedom (OEF) war demnach vor allem politisch motiviert. Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 hatte die damalige rot-grüne Bundesregierung unter Kanzler Gerhard Schröder (SPD) den USA uneingeschränkte Solidarität versprochen. Mit Zustimmung des Bundestags stellte die Bundeswehr bis zu 100 KSK-Soldaten für die OEF ab, die Anfang 2002 auf dem US-Stützpunkt Kandahar im Süden Afghanistans einsatzbereit waren. (sba/dpa)

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