Politik : „Mehmet“ darf nach Deutschland zurück Gericht: Abschiebung rechtswidrig

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Berlin (dpa). Der nach einer Serie von Straftaten 1998 in die Türkei abgeschobene Jugendliche „Mehmet“ darf nach Deutschland zurückkehren. Das entschied das Bundesverwaltungsgericht in Berlin. Es bestätigte damit ein Urteil des bayerischen Verwaltungsgerichtshofs, der die Abschiebung für rechtswidrig erklärt hatte. Der inzwischen 18-Jährige habe als in Deutschland geborenes Kind türkischer Eltern, die dauerhaft in der Bundesrepublik bleiben dürften, Anspruch auf eine Aufenthaltserlaubnis, urteilten die Bundesrichter. Der Erste Senat des Bundesverwaltungsgerichts wies dabei vor allem auf den besonderen Ausweisungsschutz für Minderjährige hin. „Mehmet“ war als 14-Jähriger nach über 60 Straftaten ausgewiesen worden. Bayerns Innenminister Günther Beckstein (CSU) bedauerte das Urteil.

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