Politik : Mehr als 50 Tote bei Anschlägen im Irak

Bagdad - Die irakische Polizei hat am Donnerstag 20 enthauptete Leichen am Ufer des Tigris entdeckt. Die Toten wurden bei Salman Pak 30 Kilometer südöstlich von Bagdad gefunden. Sie trugen Zivilkleidung und hatten keine Ausweise bei sich, berichtete die Nachrichtenagentur Aswat al-Irak. Die Hände waren auf dem Rücken gefesselt. Der Hintergrund des Massakers war zunächst unklar.

Bei einem Anschlag auf einen Kleinbus- und Sammeltaxistand im südlichen Bagdader Stadtteil Bayaa wurden am selben Tag mindestens 30 Menschen getötet. 50 weitere wurden verletzt, wie ein Polizeisprecher in der irakischen Hauptstadt bestätigte. Die Autobombe explodierte während der morgendlichen Hauptverkehrszeit, als der Taxi-Treffpunkt besonders belebt war. Bayaa ist ein mehrheitlich von Schiiten bewohnter Stadtteil. Bereits in der Nacht zuvor war ein anderer schiitischer Stadtteil von Bagdad Schauplatz eines Anschlags. In Kadhimija starben bei einem Bombenanschlag in der Nähe des Schreins des Imams Mussa al-Kadhim 10 Menschen, 15 Iraker wurden verletzt. dpa

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