Mehr Anschläge in Afghanistan : Nato-Spione bei Taliban eingeschleust

Die Taliban will nun auch in Afghanistan mehr Anschläge nach dem Muster wie im Irak verüben. Dafür hätten sich viele Freiwillige gemeldet. Derzeit macht die Taliban Jagd auf Spione der Nato, die sich versucht haben einzuschleusen.

London/Kabul/Kirkuk7BagdadDie radikalislamischen Taliban haben für die nächsten Monate verstärkt mit Selbstmordanschlägen in der afghanischen Hauptstadt Kabul nach irakischem Muster gedroht. "Das ist unser nächstes großes Angriffsziel. Wir wollen den Druck auf Kabul erhöhen, weil es die Hauptstadt ist und dort die ausländischen Truppen stationiert sind", sagte Taliban-Sprecher Sabijullah Mudschahed der BBC. "Unsere Feinde sind die gleichen und wir wiederholen die Taktiken, die wir im Irak anwenden", sagte der Sprecher, der sich in Südafghanistan verstecken soll.

Es hätten sich ausreichend Freiwillige für Selbstmordattentate gemeldet. Jedoch gebe es noch Probleme, die "richtigen Ziele" auszuwählen, um den Tod von Zivilisten zu vermeiden. Die Taliban würden derzeit Spione der Nato jagen, die versucht hätten, sich bei den Radikalislamisten einzuschleichen, sagte Mudschahed weiter. "Der Feind hat versucht, die Taliban zu infiltrieren und unsere Führung zu attackieren." Die Spione seien jedoch nicht besonders erfolgreich gewesen. Derzeit erholten sich die Taliban von den Angriffen der US-geführten Koalition, bei denen einige Taliban-Führer starben. "Ich weise alle Andeutungen zurück, dass wir besiegt sind."

Ein Nato-Soldat wurde in Ostafghanistan getötet und weitere vier verletzt, als ihr Fahrzeug eine Landmine überfuhr. Über die Nationalität und die genauen Umstände des Unglücks wurde bisher nichts bekannt. (mit AFP)

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