Politik : „Mehr Geld von Besserverdienenden“

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Bei den Sozialreformen müssen nach Ansicht des Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, Manfred Kock, die Besserverdienenden mehr Lasten tragen. Es gehe jetzt darum, den Umbau der sozialen Sicherungssysteme „in einer sozial gerechten Form zu vollenden“, sagte Kock am Donnerstag. Die Besserverdienenden seien belastbarer. Und: „Noch ist deren Beitrag nicht deutlich genug erkennbar.“ Dass nicht nur Einkünfte aus unselbstständiger Arbeit, sondern auch Mieteinnahmen und Zinserträge als Berechnungsgrundlage für die Krankenversicherung genommen werden sollen, könne nur ein Anfang sein. Zudem müsse es „Rentnern, Arbeitslosen und von Arbeitslosigkeit Bedrohten deutlich werden, dass die ihnen zugemuteten Sparmaßnahmen auch eine Perspektive für eine bessere Zukunft bieten“. Selbstkritisch bemerkte er, dass trotz aller Sparprobleme die Kirche nicht Arbeitsfelder im Sozialbereich „einfach wegrasieren“ dürfe. Kock war sechs Jahre Ratsvorsitzender. Anfang November wird sein Nachfolger gewählt. dpa

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