Politik : Mehr Jugend wagen

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Programmatisch und die jüngere Generation im Blick – dieses Signal wollten die Sozialdemokraten im Oktober 2002 geben, als sie den 44jährigen Olaf Scholz zum Generalsekretär wählten. Immerhin trennen ihn rund 15 Jahre von vielen Granden der Partei. Dynamischer Aufbruch, die Wahl 2006 im Blick? In Hamburg hatte sich der Jurist Scholz, der gern von sich sagt: „Ich bin liberal, aber nicht doof“, als Innensenator den Ruf eines Pragmatikers erworben, der ihm in Berlin erst einmal abhanden kam. Im Norden hatte er auch eine verjüngte SPD-Führungsriege aufgebaut. Mehr Jugend wagen, ein Projekt auch für den Generalsekretär zum 140. Geburtstag der SPD: Zukunfts-Aufgabe für den Manager und Parteichef des Alltags, als den Scholz sich sieht. Der Alltag, den alle sehen können, ist anders: Da ist der Parteisoldat gefragt, der in stürmischen Zeiten Gut Wetter macht – und fast jede Wette annimmt, sollte jemand die Wahlaussichten der SPD in Frage stellen. Statt Moderne sind jeden Tag die Themen Alter und Krankheit dran. Noch ist die Handschrift der Jugend nicht zu erkennen. mue

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