Politik : Mehr Rechte für Opfer

Reform im Strafverfahren: Keine zweite Begegnung mit Sextätern

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Berlin (neu/mfk). Die Bundesregierung hat vor, Verbrechensopfer besser zu stellen. Mit einem Opferrechtsreformgesetz will Justizministerin Brigitte Zypries (SPD) die Rechte von Betroffenen im Strafverfahren „deutlich stärken“. Dazu sollen das Gerichtsverfassungsgesetz und die Strafprozessordnung geändert werden. Zypries kündigte im Interview mit dem Tagesspiegel an, dass Opfer bestimmter Straftaten – etwa von Sexualverbrechen – künftig nicht mehr dadurch belastet werden, dass sie vor Gerichten doppelt aussagen müssen. „Wir wollen ihnen möglichst ersparen, ihrem Angreifer im Gericht ein zweites Mal gegenübersitzen zu müssen“, sagte Zypries. Auch solle es öfter möglich sein, Zeugen per VideoStandleitung zu vernehmen.

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