Meinungsumfrage : Piraten bundesweit bei zwölf Prozent

Die Piratenpartei liegt bei einer aktuellen Umfrage nur noch knapp hinter den Grünen. SPD und CDU verzeichnen leichte Verluste. Die FDP bleibt weiter unterhalb der Fünf-Prozent-Hürde.

Der Bundesvorsitzende der Piratenpartei Deutschland, Sebastian Nerz, jubelt in Heidenheim beim Bundesparteitag der Piratenpartei nach seiner Wahl (Foto vom 14.05.11). Bundesweit liegt die Partei jetzt nur noch knapp hinter den Grünen.
Der Bundesvorsitzende der Piratenpartei Deutschland, Sebastian Nerz, jubelt in Heidenheim beim Bundesparteitag der Piratenpartei...Foto: dapd

Die Piratenpartei ist einer Umfrage zufolge weiter auf dem Vormarsch. Nach ihrem Erfolg bei der Landtagswahl im Saarland schnellten die Piraten einer am Dienstag veröffentlichten Forsa-Umfrage zufolge im Bund um fünf Punkte auf zwölf Prozent hoch. Damit liegen sie nur noch knapp hinter den Grünen, die einen Punkt auf 13 Punkte abgaben. Forsa-Chef Manfred Güllner zufolge ist das gute Abschneiden auf den Erfolg im Saarland zurückzuführen, bei der die Piraten aus dem Stand 7,4 Prozent holten. Nach dem Erfolg in Berlin sind die Piraten damit nun in zwei Landesparlamenten vertreten.

Zulauf erhielten die Piraten von allen Parteien, sagte Güllner dem Magazin “Stern“, das zusammen mit dem Fernsehsender RTL die Umfrage in Auftrag gab. “Sie sind keine Klientelpartei, sondern quasi eine Volkspartei im Mini-Format.“ Bei den etablierten Parteien gab die Union einen Punkt auf 35 Prozent und die SPD ebenfalls einen Punkt auf 25 Prozent ab.

Obwohl die FDP mit ihrem Nein zu staatlichen Hilfen für die Angestellten der insolventen Drogeriekette Schlecker punkten konnte, verlor die um ihre Existenz ringende Partei wieder Wählergunst. Sie fiel um einen Punkt auf drei Prozent und würde damit weiterhin nicht wieder in den Bundestag einziehen. Die Linken lagen der Umfrage zufolge unverändert bei neun Prozent.
In der Umfrage erklärten 56 Prozent der Befragten, es sei nicht Aufgabe des Staates, die Schlecker-Beschäftigten vor einer Kündigung zu bewahren. Von den liberalen Anhängern vertraten 83 Prozent diese Auffassung. (reu)

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