Politik : Menschenkette in Libanon

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Rund 15000 Libanesen haben mit einer Menschenkette durch Beirut gegen die Ermordung des früheren Regierungschefs Rafik Hariri protestiert. Hand in Hand standen die Menschen am Samstag zwischen dem MärtyrerPlatz, wo Hariri und sechs seiner Leibwächter begraben wurden, und dem Saint-Georges-Hotel. Dort war am 14. Februar die Bombe explodiert, die Hariri und 17 weitere Menschen tötete. Die Demonstranten forderten die Aufklärung des Mordanschlags sowie Unabhängigkeit und Demokratie für Libanon. „Syrien raus, wir wollen keine andere Armee mehr als die libanesische“, rief die Menge.

Kirchenglocken läuteten, während gleichzeitig Koran-Suren verlesen wurden. Für diesen Montag verhängte die Regierung ein landesweites Demonstrationsverbot. Als Grund wurde die Gefahr von Zusammenstößen zwischen pro-syrischen und oppositionellen Gruppen angegeben. Die Opposition macht die Geheimdienste Syriens und die Syrien-freundliche Regierung in Beirut für den Anschlag auf Ex-Premier Hariri verantwortlich. dpa

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