Politik : Menschenrechtsverletzungen: Straßburg prüft Klage Zyperns gegen Türkei

In Abwesenheit der türkischen Vertreter hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte am Mittwoch eine Staatenklage Zyperns gegen die Türkei geprüft. Dabei geht es um den Vorwurf von Menschenrechtsverletzungen während und nach der Besetzung Nordzyperns durch türkische Truppen im Jahre 1974. Wie Gerichtspräsident Luzius Wildhaber bekannt gab, teilte die Regierung in Ankara dem Gericht erst unmittelbar vor Beginn der Verhandlung mit, dass sie keinen Vertreter zu ihrer Verteidigung entsendet. Dies ist nach Auskunft eines Sprechers das erste Mal in der Geschichte des 1959 gegründeten Gerichtshofs, dass ein beklagter Staat eine Anhörung boykottiert. Offiziell habe die Regierung in Ankara dafür keine Erklärung abgegeben, sagte Wildhaber.

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