Politik : Merkel greift FDP an

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Bad Wildungen (csl). Mit stehenden Ovationen hat die hessische Union auf ihrem Listenparteitag in Bad Wildungen die CDU-Vorsitzende Angela Merkel gefeiert. Die Vorsitzende rief die Partei auf, an einem Strang und in die gleiche Richtung zu ziehen. Rot-Grün habe nach 16 Jahren Opposition nun alle Chancen verspielt. „Versprochen, gebrochen“, das gelte für alle Ankündigungen Gerhard Schröders. Der „Genosse der Bosse“ habe die soziale Kluft in Deutschland größer, nicht kleiner werden lassen, sagte Merkel.

Die CDU-Chefin griff die FDP scharf an: Gags allein ersetzten kein Programm, sagte Merkel. Man werde den Liberalen nicht durchgehen lassen, den „Zappelmann zu machen“, in der Gewissheit, dass die Union für Seriosität sorge: „Man muss handeln und nicht das Maul aufreißen“, rief Merkel unter dem Beifall der Delegierten. Der hessische Ministerpräsident und CDU-Landeschef Roland Koch riet der FDP, mit einer klaren Koalitionsaussage in die Bundestagswahl zu gehen. Er habe Verständnis dafür, dass die Liberalen zunächst hätten abwarten wollen, ob man im Bund mit der Union regieren könne, sagte Koch. Hessen sei ein gutes Beispiel für eine faire und belastbare Zusammenarbeit.

Den Unions-Kanzlerkandidaten Edmund Stoiber pries Koch als den richtigen Mann. Von Kanzler Schröder wendeten sich die Menschen ab, weil er dauernd auf Nieten setze. „Misserfolg in Prinzipienlosigkeit oder Erfolg mit Prinzipien“, das sei die Alternative am 22. September.

Der Parteitag in Bad Wildungen bestätigte Koch mit 342 von 346 Stimmen im Amt des Landesvorsitzenden und wählte den früheren Bundesforschungsminister Heinz Riesenhuber zum Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl.

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