Politik : Merkel und CDU bauen Vorsprung aus Aber keine Mehrheit für Schwarz-Gelb

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Berlin - Das Bundestagswahljahr naht – der Blick auf das Politbarometer dürfte aber nur die Union in eine jahreszeitlich festliche Stimmung versetzen. In der Umfrage im Auftrag von ZDF und Tagesspiegel prescht sie nach vorn, und auch die Werte der Kanzlerin verbessern sich. Wäre am Sonntag Wahl, CDU und CSU könnten mit 40 Prozent der Stimmen rechnen – das ist das beste Ergebnis seit Beginn der schwarz-gelben Koalition im Herbst 2009. Eine Fortsetzung der Regierung mit der FDP wäre aber nicht möglich: Die FDP hängt weiterhin unter der Fünfprozentmarke. Für Rot-Grün würde es freilich auch nicht reichen, die SPD steigt zwar aus dem „Zwanzigertümpel“ und kommt nun auf 30 Prozent. Da die Grünen aber nachlassen und nur mehr mit 13 Prozent in der Wertung sind, wäre eine rot-grüne Mehrheitsbildung nicht möglich. Die Linke bliebe im Bundestag mit sieben Prozent, die Piraten fallen weiter und kommen noch auf drei Prozent.

Knapp drei Monate nach dem Vorschlag, er solle die Kanzlerkandidatur übernehmen, bleibt SPD-Mann Peer Steinbrück weiter hinter Kanzlerin Angela Merkel zurück. 81 Prozent attestieren der CDU-Chefin eine eher gute Arbeit – ihr Bestwert. 54 Prozent hätten sie gern als Regierungschefin. Steinbrück wollen 36 Prozent. Immerhin 19 Prozent derer, die sich als SPD-Anhänger bezeichnen, ziehen Merkel dem Sozialdemokraten vor.

Etwas widersprüchlich ist das Bild bei der Bewertung der Regierungsarbeit. Zwar attestieren 62 Prozent der Befragten der schwarz-gelben Koalition insgesamt eine eher gute Arbeit. Doch nur zwölf Prozent wünschen, dass dieses Bündnis weiterregiert. An der Spitze liegt weiter Rot- Grün (26 Prozent) vor einer großen Koalition (23 Prozent). Was Steinbrück und die Sozialdemokraten hoffnungsfroh stimmen kann, ist die Tatsache, dass die SPD mit 0,9 die beste Note aller Parteien erreicht, wenn auch nur knapp vor der Union mit 0,8. Albert Funk

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