Politik : Merkel wird dem Kanzler antworten

bib

Angela Merkel wird am Mittwoch in der Generaldebatte im Bundestag auf Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) antworten. Fraktionschef Friedrich Merz (CDU) hat der CDU-Vorsitzenden angeboten, zu ihren Gunsten auf sein Rederecht zu verzichten. Der an sich unspektakuläre Vorgang findet in der Union vor dem Hintergrund der Kanzlerkandidaten-Debatte erhöhte Aufmerksamkeit. Denn Merkel, die in der unerklärten Konkurrenz zu CSU-Chef Edmund Stoiber derzeit allgemein als abgeschlagen gilt, erhält damit kurz vor dem Dresdner CDU-Parteitag Anfang nächster Woche noch einmal Gelegenheit zur öffentlichen Profilierung.

In der CSU wird derweil der voraussichtliche Termin der Kandidaten-Entscheidung immer später angesetzt. CSU-Landesgruppenchef Michael Glos sagte am Dienstag, entschieden werde "spätestens" nach der bayerischen Kommunalwahl am 3. März "oder irgendwann um die Zeit rum". Bisher peilten CDU-Spitzenpolitiker eher Januar oder Anfang Februar an. In der CSU-Führung wird aber schon länger kalkuliert, dass ein Offenhalten der K-Frage für den Kommunalwahlkampf günstiger wäre. Eine Kandidatur Stoibers, erst recht sein Verzicht, gilt als die schwierigere Ausgangsposition.

» Mehr Politik? Jetzt Tagesspiegel lesen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben