Politik : Merkels Aufschwung

Vier von fünf Bürgern loben Arbeit der Kanzlerin als „eher gut“ – und die Union holt auch im Osten auf

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Für das Politbarometer im Auftrag von ZDF und Tagesspiegel wurden vom 10. bis 12. Februar 1670 Wahlberechtigte befragt.

Zum Jahresanfang kann die Union ihren Vorsprung vor dem Koalitionspartner ausbauen. Zum ersten Mal seit Mitte Oktober liegt sie jetzt auch in den neuen Ländern wieder vor der SPD, auch wenn der Abstand zwischen den beiden Volksparteien in den alten Bundesländern wesentlich größer ausfällt. Die Bundesregierung insgesamt und die beiden Partner im Einzelnen werden Anfang Januar jeweils besser beurteilt als Ende vergangenen Jahres: Für ihre gemeinsame Regierungsarbeit erhält die schwarz-rote Koalition auf der Skala von plus fünf bis minus fünf (sehr zufrieden bis sehr unzufrieden) aktuell eine Note von 1,0 (Dezember: 0,6). Die Leistungen der CDU/CSU werden mit 0,8 (Dezember: 0,5) und die der SPD mit ebenfalls 0,8 (Dezember: 0,6) bewertet.

Den drei kleinen Oppositionsparteien ist es noch nicht gelungen, sich durch ihre Arbeit zu profilieren: Die FDP wird weiterhin mit 0,0 (Dezember: 0,0), die Linkspartei/PDS mit überaus negativen minus 2,1 (Dezember: minus 2,0) und die Grünen mit verschlechterten minus 0,5 (Dezember: minus 0,3) benotet.

Die Arbeit von Kanzlerin Angela Merkel trifft im Januar auf noch größere Zustimmung als vor einem Monat: Jetzt sagen 84 Prozent der Wahlberechtigten, dass die Kanzlerin ihre Sache eher gut mache (Dezember: 72 Prozent), nur neun Prozent sagen „eher schlecht“ (Dezember: zehn Prozent). Die Anhänger aller im Bundestag vertretenen Parteien zeigen sich mit der Arbeit der Regierungschefin zufrieden, die eigene Anhängerschaft äußert sich nahezu geschlossen positiv zu Angela Merkels Leistungen.

Die Zukunft der Atomenergie wird auch in der Bevölkerung kontrovers diskutiert. Ganz allgemein gefragt, sagt die große Mehrheit von 70 Prozent der Deutschen, dass nur die vorhandenen Kernkraftwerke genutzt werden sollen. zwölf Prozent befürworten den Neubau von Akw und 15 Prozent sind für eine sofortige Stilllegung aller deutschen Atomkraftwerke. Jeweils eine klare Mehrheit von CDU/CSU-, SPD-, FDP- und Linkspartei-Anhängern möchte, dass nur die existierenden Meiler genutzt werden. Einzig die Grünen-Anhänger sind mehrheitlich für den sofortigen Ausstieg. Wenn es ganz konkret um den unter Rot-Grün verabschiedeten Atomausstieg geht, sagen 41 Prozent der Deutschen, dass die vorhandenen Atomkraftwerke auch über das Jahr 2021 hinaus betrieben werden sollen, 53 Prozent lehnen eine Verlängerung der Laufzeiten ab. Tsp

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