Politik : Metaller schließen bei vier Prozent ab

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Berlin (alf/uwe). Nach einem anderthalbwöchigen Arbeitskampf haben sich die Tarifparteien in der Metallindustrie in Baden-Württemberg am Mittwoch auf einen Lohnabschluss geeinigt. Danach bekommen die Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie vom 1. Juni an vier Prozent mehr Geld. Zum 1. Juni 2003 gibt es eine weitere Tariferhöhung um 3,1 Prozent. Der Vertrag läuft bis Dezember 2003. Bundeskanzler Schröder begrüßte die Einigung: Der Aufwärtstrend in der Wirtschaft werde durch den Abschluss gestützt. Dagegen kritisierte der Wirtschaftswissenschaftler Pohl die Tarifeinigung als „volkswirtschaftlich unvernünftig“. Ähnlich äußerte sich der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Zwiebelhofer. „Die Grenze einer beschäftigungsfreundlichen Tarifpolitik wurde um ein Prozent überzogen“, sagte Zwiebelhofer. Der IG-Metall-Chef Zwickel sprach von einem guten Ergebnis: „Wir sind sicher, dass die große Mehrheit unserer Mitglieder und der Beschäftigten das ebenso bewerten wird.“ Die Gewerkschaft hatte in den vergangenen zehn Tagen Betriebe in Baden-Württemberg sowie seit Anfang dieser Woche auch in Berlin und Brandenburg bestreikt. Am heutigen Donnerstag will die IG Metall nun mit dem Arbeitgeberverband Gesamtmetall über die Übertragung des Stuttgarter Ergebnisses auf die übrigen Tarifbezirke verhandeln. Für Berlin und Brandenburg kündigte die IG Metall unterdessen weitere Streiks an.

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