Miami-Flug : Christian Wulff zeigt Reue

Der niedersächsische Regierungschef gesteht einen Gesetzesverstoß: Er bewertet seinen aufgewerteten Urlaubsflug in der Businessclass als Fehler.

Niedersachsens Regierungschef Christian Wulff (CDU) hat eingeräumt, dass die Heraufstufung seiner Reise nach Miami in die Businessclass nicht berechtigt erfolgte. "Das Upgrade hätte ich nicht in Anspruch nehmen dürfen. Das war ein Fehler. Ein Politiker muss jeden Anschein einer Besserstellung vermeiden", sagte Wulff im Landtag.

Nach dem niedersächsischen Ministergesetz dürfen Mitglieder der Landesregierung eigentlich nur Geschenke im Wert von bis zu zehn Euro annehmen.

Die Heraufstufung der Familie wurde bereits Monate vor der Reise vereinbart. Wulffs Frau habe sich mit dem Air-Berlin-Chef Joachim Hunold am Rande seines Geburtstages über den gebuchten Flug unterhalten. Er habe angeregt, die Familie in die Businessclass hoch zu stufen. Sicherheitsgründe hätten den Chef der Fluglinie zu dieser Entscheidung bewogen.

Welchen Sicherheitsdefiziten Wulffs Familie in der Economyclass ausgesetzt gewesen wäre, wurde nicht bekannt.

Wulff sei sein Fehlverhalten erst bewusst geworden, als Der Spiegel wegen der Reise in der Staatskanzlei nachfragte. Daraufhin habe Wulff die Differenz der Ticketpreise nachgezahlt.

Quelle: ZEIT ONLINE, dpa

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