Politik : Mietshaus in Berlin brannte – acht Tote

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Berlin Bei einem Feuer in einem Berliner Altbau-Mietshaus sind in der Nacht zum Dienstag acht Menschen gestorben, darunter vier Kinder zwischen zwei und elf Jahren sowie ein 17-jähriges Mädchen. Zwei Personen schwebten am Dienstag noch in Lebensgefahr, darunter ein 15-jähriges Mädchen, das in Panik aus dem vierten Stock gesprungen war. Unbekannte sollen nach Polizeiangaben gegen 23 Uhr im Treppenhaus abgestellte Kinderwagen angezündet haben. Nach Ansicht des Berliner Innensenators Ehrhart Körting (SPD) deutet nichts auf einen fremdenfeindlichen Anschlag hin. In dem Haus in Moabit leben fast ausschließlich Ausländer. Am Dienstagvormittag nahmen Körting, der evangelische Landesbischof Wolfgang Huber, der Imam des benachbarten arabischen Moschee-Vereins sowie Vertreter von Polizei und Feuerwehr an einer kurzen Andacht im Hof des Hauses teil.

Die Feuerwehr hatte den Brand schon 15 Minuten nach Eintreffen unter Kontrolle gehabt. Alle acht Toten gehören zu zwei Familien, die versucht hatten, sich durch das Treppenhaus in Sicherheit zu bringen. Das wurde ihnen zum Verhängnis. Berlins Feuerwehrchef Albrecht Broemme sagte, sie seien „in den Tod geflohen.“ Nur eine Wohnung sei von den Flammen beschädigt worden. Streit gab es um Äußerungen Broemmes über „Sprach- und Mentalitätsprobleme“. Die beiden aus Polen und dem Kosovo stammenden Familien hätten die Lautsprecherdurchsagen, auf den Balkonen auf Hilfe zu warten, offensichtlich nicht verstanden. Mieter des Hauses behaupteten, es habe keine solchen Durchsagen gegeben.Ha

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