Migranten : Europarat rügt Italien wegen Fremdenfeindlichkeit

Der Menschenrechtskommissar des Europarats hat Italien aufgerufen, Sinti und Roma besser zu schützen. Die Lage der Migranten sei Besorgnis erregend.

StraßburgDie Kriminalisierung der Migranten droht die schon sichtbaren fremdenfeindlichen Tendenzen zu verstärken, erklärte Menschenrechtskommissar Thomas Hammarberg zu seinem Italienbericht. Seine Empfehlungen: Angehöriger ethnischer Minderheiten in der Polizei aufzunehmen, regelmäßige Konsultationen mit Roma und Sinti einzurichten und den staatenlosen Roma-Kindern eine Staatsbürgerschaft zu geben.

Besorgt äußerte sich Hammarberg auch über die Zwangsrückführung von Einwanderern nach Tunesien. Diese Personen liefen Gefahr, in Tunesien gefoltert zu werden. "Die Staaten haben die Pflicht, ihre Gesellschaften vor Terrorismus zu schützen, aber sie dürfen dabei nicht die Menschenrechtsnormen wie das absolute Verbot der Folter verletzten“, erklärte Hammarberg. (sp/dpa)

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