Migration : Zahl der Asylbewerber im November zurückgegangen

Immer weniger Asylbewerber suchen Schutz in Deutschland. Im November ging deren Zahl zurück, nachdem sie im Jahresverlauf gestiegen war. Die meisten Flüchtlinge kommen aus dem Irak.

BerlinDie Zahl der Asylbewerber ist im vergangenen Monat zurückgegangen. Im November hätten 1730 Menschen und damit 11,1 Prozent weniger als im Vormonat einen Antrag auf Asyl gestellt, teilte das Bundesinnenministerium mit. Im Vergleich zum November des vergangenen Jahres suchten 11,4 Prozent weniger Asylbewerber Schutz in Deutschland.

Im bisherigen Jahresverlauf ist die Zahl jedoch gestiegen. Von Januar bis November beantragten insgesamt 20.436 Menschen Asyl. Das sind 14,3 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Der Grund: Aus dem Irak kommen immer mehr Flüchtlinge nach Deutschland;  von dort stammten 6428 der Asylbewerber. Auch im vergangenen Monat kamen mit 507 die weitaus meisten Flüchtlinge aus dem Irak.

Unterdessen kritisierte das Diakonische Werk in Hessen und Nassau die finanzielle Hilfe für Asylsuchende in Deutschland als völlig unangemessen. Mit monatlich 225 Euro erhielten Asylbewerber etwa 35 Prozent weniger als Hartz-IV-Empfänger, sagte Pfarrer Matthias Gern, Vorstandschef des von der Evangelischen Kirche getragenen Sozialverbands. (jvo/dpa)

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