Politik : Militär-Wunschliste verärgert Minister

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(dpa). Führende Militärs haben trotz rigider Sparauflagen von Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) milliardenteure Rüstungsprojekte gefordert. Besonderen Unmut des Ressortchefs erregte dabei nach einem „Spiegel“Bericht die lange Wunschliste in einer Broschüre von Heeresinspekteur Gert Gudera. „Die Generäle glauben wohl, wir hätten eine Lizenz zum Gelddrucken“, zitiert das Magazin einen Ministerberater. Struck selbst habe eingegriffen, als Gudera das bereits an die Truppe verteilte 42-seitige Dokument an Bundestagsexperten schicken wollte: „Wie kommen Sie dazu, Papiere an Abgeordnete zu geben, die ich noch nicht gelesen habe“, habe Struck den General gerüffelt. Gudera fordere neue Flugabwehr-Raketen, Ersatz für den Panzer Leopard II und den CH-53-Helikopter sowie Kommunikations- und Navigationscomputer. Die Luftwaffe verlange unbemannte Aufklärungsflugzeuge.

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