Politik : „Militärairbus wird gebaut“

Frankreich: 180 Bestellungen sichern das Projekt A 400 M

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Paris/Berlin (dpa). Der Bau des Militärtransporters A 400 M ist nach den Worten der französischen Verteidigungsministerin Michèle AlliotMarie mit 180 Bestellungen jetzt gesichert. Das A 400 M-Programm sei bestätigt worden und werde anlaufen, sagte die Ministerin vor der Pariser Nationalversammlung. Auch Deutschland habe seine Beteiligung bekräftigt. Bundesverteidigungsminister Peter Struck (SPD) will in der nächsten Woche mitteilen, wie viele Airbus-Militärtransporter Deutschland bestellen wird. Dann wird er auch die Ergebnisse der Überprüfung aller Rüstungsprojekte bekannt geben. Dazu gehören der Kauf des Jagdflugzeugs Eurofighter und der Meteor-Rakete.

Struck hat bereits angekündigt, dass Deutschland wegen der schlechten Finanzlage nicht alle ursprünglich 73 bestellten Flugzeuge abnehmen werde. Nach Angaben aus der SPD ist die Bestellung von 60 Maschinen wahrscheinlich. Zu den Angaben Alliot-Maries äußerte sich das Ministerium nicht. Mit den 180 Bestellungen sei die erforderliche Zahl erreicht, damit das Programm starten könne, sagte Alliot-Marie, die sich kürzlich noch besorgt über die Haushaltssparpläne in Deutschland gezeigt hatte. Ursprünglich lagen Zusagen aus acht Ländern für 196 Flugzeuge vor, Portugal hat seine Bestellung von drei Maschinen auf Eis gelegt.

Strucks Vorgänger Rudolf Scharping (SPD) hatte in monatelangen Aussetzungen mit Haushaltspolitikern, Rechnungshof und Industrie um die Bestellung für die Bundeswehr gerungen. Im Bundeshaushalt sind bislang nur 5,1 Milliarden Euro für den A 400 M freigegeben. Das entspricht etwa dem Preis von 40 Flugzeugen.

Struck hatte kürzlich bei den Partnerländern die Möglichkeit einer Reduzierung der Abnahme-Stückzahlen sondiert. Nach dem jetzigen Vertrag muss Deutschland die Mehrkosten pro Maschine tragen, die den Partnern entstehen, wenn die Gesamtmenge reduziert wird.

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