Militärparade : China lässt Atom-Unterseeboote auffahren

Erstmals hat China zwei seiner atomgetriebenen U-Boote öffentlich gezeigt.

PekingAls Demonstration seiner militärischen Stärke führte die chinesische Marine bei einer Flottenparade zum 60. Gründungstag der chinesichen Marine zwei seiner Atom-Unterseeboote vor. Die beiden U-Boote "Langer Marsch 3" und "Langer Marsch 6" kreuzten neben zwei dieselgetriebenen Unterseebooten vor der Küste der Hafenstadt Qingdao.

Chinas Staats- und Parteichef Hu Jintao versicherte, dass China niemals eine Bedrohung für andere Nationen darstellen werde. China werde keine Vorherrschaft anstreben und auch keine militärische Expansion und kein Wettrüsten mit anderen Nationen aufnehmen, sagte der Präsident, der auch Oberkommandant der Volksbefreiungsarmee ist. China suche die Kooperation mit anderen Marinestreitkräften, um "harmonische Ozeane" zu schaffen, wie auch das Motto der Flottenparade hieß.

Zum Jahrestag waren Marinedelegationen aus 29 Ländern angereist. 21 Schiffe aus 14 Ländern formierten sich zu einer internationalen Parade. Aus Deutschland nahm Marineinspekteur und Vizeadmiral Wolfgang Nolting an den Feiern teil. China hat 1971 sein erstes konventionelles Unterseeboot in Dienst genommen, drei Jahre später das erste Atom-U-Boot. Die heutigen atombetriebenen Unterseeboote Chinas sind auch mit ballistischen Raketen bestückt. Nach ausländischen Schätzungen, die auch in staatlichen chinesischen Medien zitiert werden, besitzt die Marine bis zu zehn Atom-Unterseeboote und rund 60 konventionelle Unterseeboote. (ds/dpa)

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