Militärprozess : US-Soldat zu lebenslanger Haft verurteilt

Im Prozess um die Erschießung irakischer Häftlinge ist der letzte Hauptangeklagte zu einer lebenslangen Haft verurteilt worden. Der 40 Jahre alte Soldat wurde zugleich degradiert und muss die US-Armee unehrenhaft verlassen.

Vilseck Das Militärgericht hatte sein Urteil nach fünfstündiger Beratung bekanntgegeben. Der US-Soldat wurde zuvor für schuldig befunden, im Frühjahr 2007 in der Nähe von Bagdad zusammen mit zwei Unteroffizieren vier gefesselte irakische Gefangene erschossen zu haben.

Im Frühjahr 2007 hatte den Ermittlungen zufolge eine Gruppe von US-Soldaten gemeinsam einen Plan geschmiedet, die männlichen Gefangenen zu ermorden. Die beschuldigten Soldaten, die mit ihrer Einheit vor dem Irakeinsatz im unterfränkischen Schweinfurt stationiert waren, hätten in den Irakern offenbar mögliche Attentäter gesehen.

Der US-Hauptfeldwebel ist der letzte von fünf Hauptangeklagten. Vier andere Soldaten sind im Zusammenhang mit dem Fall in den vergangenen Monaten bereits zu teils langen Haftstrafen verurteilt worden. Der 40-Jährige ist der ranghöchste Soldat in der Gruppe der Angeklagten und hatte bis zuletzt seine Unschuld beteuert. (sh/dpa)

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