Politik : Milizenchefs stimmen Friedensabkommen für Somalia zu

Die somalische Übergangsregierung hat ein Friedensabkommen mit einigen Milizenchefs unterzeichnet, die sich einem derartigen Abkommen bisher widersetzt hatten. Der Vertrag wurde am Montag nach Angaben des britischen Senders BBC in der kenianischen Stadt Nakuru im Beisein des kenianischen Präsidenten Daniel arap Moi unterzeichnet. In dem Abkommen wird die Errichtung einer allumfassenden Regierung innerhalb eines Monats gefordert. Parlament und Regierung sollen entsprechend erweitert werden.

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In das Friedensabkommen ist auch Osman Ali Oto eingebunden, der als Kriegsherr Teile der somalischen Hauptstadt Mogadischu kontrolliert. Er bezeichnete das Abkommen als "Schritt in die richtige Richtung". Drei mächtige Gruppen hatten die Gespräche jedoch boykottiert und den Friedensvertrag nicht unterzeichnet. Die Clanführer Hussein Aidid, Musa Sudi Yalahow und Hassan Mohammed Nur Schatigadud kontrollieren große Gebiete im südlichen Somalia, darunter auch die nördlichen Außenbezirke der Hauptstadt Mogadischu.

Die somalische Übergangsregierung war im August 2000 nach fast zehn Jahren der Anarchie eingesetzt worden. Sie kontrolliert aber nur einen Teil des Südens und die Hauptstadt Mogadischu, während andere Gruppierungen die abtrünnigen Republiken Somaliland im Nordwesten und Puntland im Nordosten beherrschen.

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