Politik : Milizenführer berät Präsidenten des Sudan

Khartum - Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hat die Ernennung eines Milizenführers zum Sonderberater des sudanesischen Präsidenten Omar al Baschir scharf kritisiert. Musa Hilal, einer der Führer der Janjaweed-Milizen in der sudanesischen Krisenprovinz Darfur, sei ein Symbol für Gräueltaten an der Zivilbevölkerung, hieß es in einer in New York veröffentlichten Stellungnahme der Organisation. „Es ist ein Schlag ins Gesicht der Darfur-Opfer und des UN-Sicherheitsrates, ihn mit einem Sonderposten in der Regierung zu belohnen.“ Hilal und seine Miliz hätten eine herausragende Rolle bei den ethnisch motivierten Gewalttaten in Darfur gespielt. Während der Kämpfe in der westsudanesischen Krisenprovinz sind in den Jahren 2003 und 2004 mindestens 200 000 Menschen getötet worden. Arabischstämmige Milizen und Regierungssoldaten gingen vor allem gegen die schwarzafrikanische Bevölkerung in der Region vor. Noch immer leben in Darfur zwei Millionen Menschen in Flüchtlingslagern. dpa

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