Politik : Millionen-Kaution in Kölner Affäre?

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Köln (dpa). Der im Kölner Korruptionsskandal inhaftierte Müllunternehmer Hellmut Trienekens hat nach einem Bericht des „Spiegel“ einen dreistelligen Millionenbetrag als Kaution für eine Freilassung angeboten. Das wäre nach Darstellung des Magazins die höchste Kaution, die in Deutschland je gezahlt wurde. Eine Sprecherin der Kölner Staatsanwaltschaft wollte am Samstag den Bericht weder bestätigten noch dementieren. Der Anwalt von Trienekens wies den Bericht zurück und erklärte, die Staatsanwaltschaft habe eine Kaution in Höhe von 200 Millionen Euro gefordert. „Das ist völlig überzogen und rechtswidrig“, sagte Trienekens- Anwalt Norbert Gatzweiler. Durch die überhöhte Forderung solle sein Mandant zur Aussage gedrängt werden, sagte Gatzweiler. Trienekens sitzt seit gut einer Woche in Untersuchungshaft, weil er in Schmiergeld-Zahlungen um den Bau der Kölner Müllverbrennungsanlage (MVA) verstrickt sein soll.

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