Politik : Minister aus Asien und Europa beraten über Zusammenarbeit

Das asiatisch-europäische Treffen (ASEM) der Wirtschaftsminister aus den 15 EU-Ländern und zehn asiatischen Staaten erlebt an diesem Wochenende in Berlin eine Neuauflage. Im Mittelpunkt stehen dabei die wirtschaftliche Zusammenarbeit, Förderung des Handels und Unternehmenskooperationen. Das ASEM wird alle zwei Jahre organisiert und findet zum zweiten Mal statt. Es geht auf eine Vereinbarung der Staats- und Regierungschefs vom März 1996 in Bangkok zurück.

Das Treffen soll die Beziehungen zwischen den Kontinenten vertiefen. In diesem Jahr ist Wirtschaftsminister Werner Müller Gastgeber der Tagung. Die Konferenz steht im Zeichen des sich allmählich wieder belebenden Außenhandels mit den zehn asiatischen Partnern Japan, China, Südkorea, Singapur, Malaysia, Indonesien, Thailand, Philippinen, Vietnam und Brunei. Während die deutschen Ausfuhren in diese Länder als Folge der Wirtschafts- und Finanzkrise in Ostasien im vorigen Jahr noch um 18 Prozent auf 52,5 Milliarden Mark zurück gegangen waren, berichtete das Bundeswirtschaftsministerium jetzt von einer Stabilisierung des Handels. Der deutsche Export nahm in den ersten sechs Monaten nur noch minimal um 0,6 Prozent auf 26 Milliarden Mark ab.

Für das Gesamtjahr sei mit einer Zunahme der deutschen Ausfuhren in die ASEM-Länder zu rechnen. Nachdem die Wirtschaftskrise auslaufe und laut Prognose des Internationalen Währungsfonds die Länder der Region in diesem Jahr wieder ein positives Wirtschaftswachstum erreichen, könnte sich dieser Trend im kommenden Jahr verstärken. Ausnahme bleibt aber möglicherweise Indonesien. Wachstums-Spitzenreiter unter den von der Krise besonders hart betroffenen Ländern ist Südkorea, das bereits im laufenden Jahr mit rund acht Prozent Zunahme des Bruttosozialprodukts rechnet. Die deutschen Investitionen dorthin stiegen 1998 um mehr als das Vierfache gegenüber 1997 auf 2,2 Milliarden Mark.

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