Politik : Minister Jung sagt Kongo weitere Hilfe zu

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Kinshasa/Libreville - Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) hat dem Kongo längerfristige deutsche Hilfe zugesagt. Die Bundesregierung werde auch nach dem Termin für den Abzug der Schutztruppe Eufor am 30. November ihre Hilfe „nicht einstellen“, sagte Jung am Dienstag nach einem Treffen mit dem Vizepräsidenten der Demokratischen Republik Kongo, Jean-Pierre Bemba, in Kinshasa. Zuvor hatte sich Jung zuversichtlich über einen friedlichen Verlauf der Stichwahl um das Präsidentenamt Ende Oktober geäußert, in der Bemba gegen den amtierenden Präsidenten Joseph Kabila antritt. Bemba allerdings erklärte, der geplante Abzug der Eufor-Truppen am 30. November komme „zu früh“.

Deutschland könne dem Kongo etwa militärische Ausbildungshilfe und Unterstützung über die Entwicklungshilfe zukommen lassen, sagte Jung. Ziel sei zunächst, dass die Wahlen am 29. Oktober friedlich verlaufen, „damit das Land eine gute Zukunft hat“. Zuvor hatte Jung dem Fernsehsender n-tv gesagt, er hoffe, dass eine Lage wie nach der Bekanntgabe der Ergebnisse der ersten Wahlrunde in Kinshasa nicht mehr eintrete. Damals hätten die EU-Truppen mit ihrem Eingreifen „einen Bürgerkrieg verhindert“, fügte der Minister im deutschen Hauptquartier in der gabunischen Hauptstadt Libreville hinzu.

Jung zeigte sich zufrieden mit dem Einsatz der deutschen Soldaten in Gabun. Der Verteidigungsminister bekräftigte, er rechne nicht mit einer Verlängerung des Einsatzes über die vom Bundestag beschlossenen vier Monate bis zum 30. November hinaus. Ein geplantes Treffen am Dienstagabend mit Kabila wurde kurzfristig abgesagt. AFP

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