Politik : Minister Ziel tritt zurück

Platzeck will Brandenburger Kabinett verjüngen

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Potsdam. Der brandenburgische Arbeits- und Sozialminister Alwin Ziel (SPD) tritt an diesem Dienstag zurück. Das erfuhr der Tagesspiegel am Montag aus sicherer Quelle. Als Nachfolger Ziels soll Günter Baaske, Sozialdezernent im Kreis Potsdam-Mittelmark, schon am Mittwoch zusammen mit der neuen Justizministerin Barbara Richstein (CDU) im Landtag vereidigt werden. Ziel war in letzter Zeit auch innerparteilich in die Kritik geraten, weil er im Gegensatz zu seiner Vorgängerin Regine Hildebrandt keine politischen Akzente setzen konnte. Vor allem jüngere SPD-Politiker hatten Ministerpräsident Matthias Platzeck unter Druck gesetzt, frischen Wind ins Kabinett zu bringen und Führungsstärke zu demonstrieren.

Ziel, der dem Kabinett seit 1990 angehört, war der dienstälteste Minister der Landesregierung. Er war über zwei Legislaturperioden hinweg Innenminister und stellvertretender Ministerpräsident. Nach dem Rücktritt Hildebrandts wechselte er wegen der großen Koalition auf Wunsch des damaligen Ministerpräsidenten Manfred Stolpe ins Sozialministerium. In SPD-Kreisen hieß es, dass Platzeck mit der Ablösung des 61-jährigen Ziel „ein klares Signal Richtung Verjüngung und Erneuerung" setzen wolle.

Platzeck war zusätzlich unter Druck geraten, als die CDU als Nachfolgerin für den über eine Immobilienaffäre gestürzten Justizminister Kurt Schelter die junge Juristin Barbara Richstein auswählte, die durch ihre frische Erscheinung Punkte für die CDU sammeln soll. Ziels designierter Nachfolger, der 45-jährige Günter Baaske, ist ein enger Freund von Staatskanzlei-Chef Rainer Speer, der auch den Plan für die „Staffelübergabe“ von Stolpe an Platzeck ausarbeitete. Ziel war für eine Stellungnahme nicht mehr zu erreichen.Michael Mara

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