Politik : Mit rheinischem Gemüt

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Mal gilt er als „Herr über MilliardenGelder“, mal als „der liebe Jung von nebenan“. Seit mehr als einem Vierteljahrhundert ist Norbert Feldhoff (63) Verwaltungschef der Erzdiözese Köln, dem reichsten und mächtigsten deutschen Bistum. In diesem aufreibenden Beruf, den kaum einer länger als zehn Jahre durchsteht, ist Feldhoff längst zur Institution geworden. Studiert hat er nach eigenen Worten nichts richtiges, sondern nur Theologie. Gesegnet mit einem rheinischen Gemüt war er nach der Priesterweihe zunächst in Neuss als Jugendseelsorger tätig. 1975 berief ihn der damalige Kardinal Höffner nach Köln und ernannte ihn zu seiner rechten Hand. Auch Nachfolger Kardinal Meisner hielt an Feldhoff fest. Der geborene Düsseldorfer ist heute in der Domstadt fest verwurzelt. Deren Wesen hat er in dem Buch „Kölscher Klüngel, gestern, heute, morgen und überall“ kompetent beschrieben. „Klüngel ist, wenn man eine amtliche Sache persönlich regelt“, weiß Feldhoff und ist sich sicher, dass seine Kölner auf jeden Fall an einen Klüngel nach dem Tode glauben. M.G.

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