Mogadischu : Anschlag auf Somalias neuen Präsidenten

Erst seit Montag hat Somalia einen neuen Präsidenten. Nun ist er Ziel eines Anschlags geworden. Die islamistische Shebab-Miliz bekannte sich zu der Tat.

Somalias neuer Präsident, Hassan Scheich Mohamoud, ist Ziel eines Anschlags geworden.
Somalias neuer Präsident, Hassan Scheich Mohamoud, ist Ziel eines Anschlags geworden.Foto: AFP

Auf den neuen somalischen Präsidenten Hassan Cheikh Mohamoud ist ein Anschlag verübt worden. Der erst am Montag gewählte Präsident wurde durch die beiden Explosionen nahe des Hotels in Mogadischu nicht verletzt, teilte ein Sprecher der Mission der Afrikanischen Union in Somalia, Ali Houmed, am Mittwoch mit. Alle Menschen im Hotel seien unversehrt. Mohamoud residiert in dem Hotel in der somalischen Hauptstadt. Zum Zeitpunkt des Anschlags traf er dort nach Angaben aus kenianischen Regierungskreisen kenianische Abgeordnete und Kenias Außenminister Sam Ongeri.

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Somalia zwischen Aufbruch und alten Gefahren
Mehr als 30 Menschen sind beim Angriff der islamistischen Miliz Al Schabaab in der Hauptstadt Mogadischu verletzt worden. 24 Menschen wurden getötet, darunter somalische Soldaten und Sicherheitskräfte, Soldaten der Friedenstruppe Amisom, die von der Afrikanischen Union nach Mogadischu entsandt worden ist, sowie Al-Schabaab-Kämpfer. Obwohl Al Schabaab 2012 aus der Stadt vertrieben worden ist, ist sie jederzeit fähig, neue Terroranschläge zu verüben.Weitere Bilder anzeigen
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25.05.2014 00:43Mehr als 30 Menschen sind beim Angriff der islamistischen Miliz Al Schabaab in der Hauptstadt Mogadischu verletzt worden. 24...

Kurz nach den Explosionen bekannte sich die islamistische Shebab-Miliz zu dem Anschlag und drohte mit weiterer Gewalt. „Wir sind verantwortlich für den Angriff auf den sogenannten Präsidenten und die Delegation“, die bei ihm war, sagte ein Sprecher der Miliz, Ali Mohahmoud Rage, der Nachrichtenagentur AFP. „Es wird mehr derartige Angriffe geben, bis Somalia befreit ist.“

Die Präsidentschaftswahl am Montag war der vorläufige Höhepunkt eines unter UN-Schirmherrschaft stehenden Stabilisierungsprozesses für Somalia. Das unter Gewalt und Hungersnöten leidende Bürgerkriegsland am Horn von Afrika hat seit dem Sturz von Präsident Siad Barre im Jahr 1991 keine funktionierende Zentralregierung. Die Shebab-Miliz hatte den Wahlprozess als „feindlichen Akt“ kritisiert.

(AFP)

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