Mogadischu : Mehrere Menschen bei Islamistenangriff getötet

Bei einem Granatenangriff radikal-islamischer Kämpfer auf den Präsidentenpalast in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind mindestens neun Menschen getötet worden.

aku

Die Granaten verfehlten das Ziel und schlugen in einem nahen Wohngebiet ein, berichteten Augenzeugen. "Mindestens sechs Mörsergranaten haben das Areal getroffen", meldete Radio Garowe unter Berufung auf einen Augenzeugen. Regierungstruppen hätten mit Artilleriefeuer reagiert, mindestens sieben Menschen seien hierbei verletzt worden.

Somalia wird seit dem 8. Mai von schweren Gefechten erschüttert. Ziel der Angreifer von den militanten Gruppen Al-Shabab und Hisb-ul-Islam ist es, die Übergangsregierung des gemäßigt islamistischen Präsidenten Sheik Sharif Ahmed zu stürzen.

Mehr als 200 Menschen wurden seit Ausbruch der neuen Kämpfe getötet, zumeist Zivilisten. Allein aus Mogadischu flohen nach jüngsten UN-Angaben rund 67.000 Menschen innerhalb weniger Wochen vor den Gefechten. Auch aus anderen Landesteilen Somalias werden schwere Kämpfe gemeldet.

(aku/ZEIT ONLINE)

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