Politik : Moskau gibt Verlust eines Flugzeuges zu

Nach anfänglichen Dementis haben die russischen Militärs am Montag den Verlust eines Aufklärungsflugzeuges über Tschetschenien eingestanden. Wie am Montag aus dem Kaukasus-Hauptquartier in Mosdok verlautete, hat die Maschine vom Typ Su-24 am Vortag bei schlechtem Wetter einen Aufklärungsflug über Tschetschenien unternommen, plötzlich riss die Verbindung zu dem Flugzeug ab. Über das Schicksal des Piloten lagen weiterhin keine Angaben vor, wie die Moskauer Agentur Interfax berichtete. Die Suche nach der Maschine wurde am Montag fortgesetzt. Militärs wollten sich zu der Absturzursache zunächst nicht äußern, schlossen jedoch einen Abschuss durch Flugabwehrraketen nicht ausdrücklich aus. Die tschetschenischen Rebellen hatten am Vortag den Abschuss von zwei russischen Kampfflugzeugen mit Stinger-Raketen gemeldet. Dies war von Kreml-Sprecher Sergej Jastrschembski dementiert worden.

Russlands Präsident Putin will nach offiziellen Angaben am Mittwoch der Duma einen Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten vorschlagen. Wer dies sein werde, sei noch nicht bekannt, sagte Parlamentspräsident Selesnjow am Montag. Putin hatte am Sonntag nach seiner Amtseinführung den früheren Finanzminister Kasjanow zu einem geschäftsführenden Regierungschef ernannt.

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