Motivierter ins Wahllokal : Forsa-Chef will an Wochentag wählen lassen

Gehen die Menschen an einem Wochentag lieber zur Wahl als am Sonntag? Manfred Güllner, Chef des Meinungsforschungsinstituts Forsa, meint, ja. Denn, so sein Argument, in der Woche seien die Bürger ja ohnehin schon aus dem Haus.

Die Wahlbeteiligung sinkt. Liegt das am Wochentag der Wahl? Foto: dpa
Die Wahlbeteiligung sinkt. Liegt das am Wochentag der Wahl?Foto: dpa

Der Chef des Meinungsforschungsinstituts Forsa, Manfred Güllner, hat an den Bundestag appelliert, die Bundestagswahl 2013 nicht an einem Sonntag, sondern an einem anderen Wochentag abzuhalten. „Der Gesetzgeber sollte sich fragen, warum in Deutschland immer weniger Bürger wählen und ihnen die Abstimmung erleichtern - indem an einem Wochentag gewählt wird, an dem die Menschen ohnehin unterwegs sind und motivierter ins Wahllokal gehen“, sagte Güllner den „Stuttgarter Nachrichten“.

Seit den achtziger Jahren sei die Wahlbeteiligung auf Bundesebene um 18,3 Prozent gesunken, begründete der Forsa-Chef seinen Vorstoß. Bei Kommunal- und Landtagswahlen gingen bis zu 60 Prozent der Bürger nicht zur Wahl. In Dänemark, wo an einem Donnerstag gewählt wird, seien bei der letzten Wahl im September 2011 rund 87 Prozent aller Wahlbeteiligten in die Wahllokale gegangen.

Güllner plädierte zudem dafür, die Briefwahl abzuschaffen. Sie sei „die größte Möglichkeit zur Wahlmanipulation“ und pervertiere die Grundidee einer Wahl.

(dapd)

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