Mount Everest : Tibet-Sympathisant bekommt Berg-Verbot

Angekommen am Mount Everest verbieten Nepals Behörden einem amerikanischen Touristen den Aufstieg - wegen seiner Fahne mit dem Aufdruck "Freies Tibet".

Tibet
Anlass vieler Querelen: Die Tibet-Fahne. -Foto: Promo

Kathmandu Nepalesische Behörden haben einen amerikanischen Bergsteiger und Tibet-Sympathisanten am Mount Everest nach Kathmandu zurückgeschickt. Sicherheitskräfte hätten bei dem Amerikaner ein Banner gefunden, auf dem ein "Freies Tibet" gefordert worden sei, berichtete die Zeitung "Kantipur" am Mittwoch unter Berufung auf das Innenministerium. Der Amerikaner, dessen Name nicht genannt wurde, sei aufgefordert worden, umgehend das Basislager zu verlassen und in die nepalesische Hauptstadt zurückzukehren. Er werde den höchsten Berg der Welt in dieser Saison nicht mehr besteigen dürfen.

Die nepalesischen Behörden haben Gipfelbesteigungen bis zum 10. Mai aus Angst vor Protesten gegen den Fackellauf generell verboten. Die Regierung in Kathmandu hatte vergangene Woche mitgeteilt, Soldaten und Polizisten würden am Camp 2, das noch über dem Basislager liegt, Soldaten und Polizisten stationieren. Die Regierung will chinafeindliche Aktionen verhindern und geht hart gegen Exiltibeter vor, die in Kathmandu seit dem 10. März regelmäßig demonstrieren. In Nepal leben rund 20.000 Exiltibeter. China genießt großen Einfluss bei der nepalesischen Regierung. (mpr/dpa)

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