• Müntefering lehnt Konsequenzen derzeit ab, kündigt aber einen Bericht "in absehbarer Zeit" an

Politik : Müntefering lehnt Konsequenzen derzeit ab, kündigt aber einen Bericht "in absehbarer Zeit" an

Der nordrhein-westfälische SPD-Landesvorsitzende Müntefering hat gegenwärtig Konsequenzen für den früheren Geschäftsführer der NRW-SPD, Hombach, in der neuen Immobilien-Affäre abgelehnt. Die unabhängige Kontrollkommission der Partei und der neutrale Wirtschaftsprüfer würden sich alle Unterlagen ansehen, und dann werde er "in absehbarer Zeit" dem Landesvorstand einen Bericht erstatten, sagte Müntefering am Freitag im WDR. Er hatte es noch am Mittwoch als "kritisch" bezeichnet, dass der ehemalige Kanzleramtsminister Hombach sich in den 80-er Jahren auf eine private Zusammenarbeit mit einem großen Auftragnehmer der Partei eingelassen habe.

Die NRW-CDU hatte den heutigen Balkan-Sonderbeauftragten der Europäischen Union am Donnerstag - auch wegen des Vorwurfs einer weiteren Vorteilnahme bei einem Bauprojekt - zum Rücktritt aufgefordert. Müntefering wies darauf hin, dass Hombach heute die Zusammenarbeit mit dem SPD-Auftragnehmer als falsch beurteile. "Aber Hombach sagt auch, und da gibt es keinen Anlass, das anders anzunehmen im Augenblick: Es gibt keine Bevorteilung dieser Agentur."

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