Politik : Mugabe nennt Opposition Helfer von Kolonialisten

Harare/Johannesburg - Erstmals seit der umstrittenen Wahl vor drei Wochen hat sich Simbabwes Präsident Robert Mugabe in einer Rede an die Nation gewandt. Er hielt der Opposition vor, als Steigbügelhalter für die früheren britischen Kolonialherren den Ausverkauf des Landes zu betreiben. Seine Partei dagegen habe die Demokratie gebracht, sagte er vor Tausenden Anhängern bei einer zentralen Feier zum Unabhängigkeitstag. Kritik an der Menschenrechtslage in Simbabwe nannte er ungerechtfertigt. Die Feiern wurden von einem massiven Polizeiaufgebot gesichert.

Nach Augenzeugenberichten hatten am Morgen Schlägertrupps Anhänger der Opposition verprügelt. In Harare schlugen demnach rund 40 Soldaten auf Menschen ein, die zuvor aus den Häusern geholt worden waren. Am Freitagabend scheiterte der letzte verzweifelte Versuch der Opposition, vor Gericht eine von Mugabe gewünschte teilweise Neuauszählung der Präsidentenwahl vom 29. März zu verhindern. Im benachbarten Südafrika bekräftigte die Interparlamentarische Union – ein Zusammenschluss von mehr als 140 Parlamenten aus aller Welt – am letzten Tag ihres Treffens die Kritik aus dem Ausland, die eine umgehende Bekanntgabe der Wahlergebnisse fordern. dpa/AFP

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