Politik : Mugabe setzt sich mit Opposition an einen Tisch

Harare/Johannesburg - Durchbruch im erbitterten politischen Konflikt in Simbabwe: Fast vier Monate nach der umstrittenen Wahl haben Präsident Robert Mugabe und sein Gegenspieler Morgan Tsvangirai die Aufnahme von Verhandlungen über eine Machtverteilung vereinbart. Es war das erste Mal seit rund zehn Jahren, dass sich die beiden Kontrahenten an einen Tisch setzten. In Anwesenheit des südafrikanischen Präsidenten Thabo Mbeki unterschrieben der 84-jährige Dauerherrscher und der Chef der oppositionellen Bewegung für demokratischen Wandel (MDC) in Harare ein Protokoll über die Aufnahme von Verhandlungen im Nachbarland Südafrika noch in dieser Woche.

Bei der Präsidentenwahl am 29. März hatte Tsvangvirai die meisten Stimmen gewonnen, nach offiziellen Angaben verfehlte er aber die nötige absolute Mehrheit. Unbeeindruckt von weltweiter Kritik und internationalen Appellen hatte sich Mugabe als alleiniger Kandidat bei einer „Stichwahl“ am 27. Juni bestätigen und zwei Tage später für fünf weitere Jahre als Staatspräsident vereidigen lassen. Tsvangirai war wegen gewaltsamer Übergriffe auf seine Anhänger nicht zur Stichwahl angetreten.

Bei der Unterzeichnung am Montag sprach Tsvangirai von einem historischen Moment. Er begrüßte Mugabe nicht als Präsidenten des Landes, sondern als Präsidenten von dessen Partei. Mugabe, der das Land seit fast 30 Jahren zunehmend autokratisch regiert, erklärte, er sei bereit, zu verhandeln. dpa

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