Politik : Musharraf: Kämpfe vor Ramadan beenden

Pakistans Regierungschef General Musharraf hat auf ein Ende der US-Militäraktion gegen die Taliban vor Beginn des islamischen Fastenmonats Ramadan Mitte November gedrängt. Obwohl der Krieg gegen den Terrorismus durchaus länger dauern könne, sei das Ziel der gegenwärtigen Operationen in Afghanistan "in ein oder zwei Tagen" zu erreichen, sagte Musharraf im pakistanischen Staatsfernsehen, ohne Einzelheiten zu nennen. Pakistans Militärherrscher zweifelte Aussagen der Taliban an, dass sie einen massiven Guerilla-Krieg gegen die USA beginnen wollten. Dazu hätten die radikalen Islamisten nur "geringe Chancen", sagte er.

Zum Thema Online Spezial: Terror und die Folgen
Themenschwerpunkte: Gegenschlag - Afghanistan - Bin Laden - Islam - Fahndung - Bio-Terrorismus
Fotostrecke: Bilder des US-Gegenschlags Die afghanische Hauptstadt Kabul sollte nach Ansicht Musharrafs zur neutralen Zone erklärt werden, um eine Eroberung durch die Gegner der Taliban-Regierung zu verhindern. Im libanesischen Sender "Future TV" sagte er, es seien Gräueltaten zu befürchten, sollte die oppositionelle Nordallianz in die seit über fünf Jahren von den Taliban kontrollierte Stadt einrücken. Die Nordallianz steht vor Kabul und wird durch Luftangriffe der USA unterstützt. Der usbekische Feldkommandeur Abdul Raschid Dostum berichtete von heftigen Gefechten mit Taliban-Truppen um Masar-i-Scharif in Nordafghanistan.

Bei Protesten radikaler Islamisten gegen die USA in Pakistan nahm die Polizei nach Berichten von Augenzeugen fast 100 Menschen fest. Die Polizei habe in der südlichen Stadt Jacobabad Anhänger bin Ladens zunächst eingekesselt und dann mit Lastwagen weggefahren, hieß es. Die Behörden hatten eine für Dienstag angekündigte Kundgebung radikaler Islamisten vor einem nahe gelegenen Flughafen verboten, der von der US-Armee genutzt wird.

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