Politik : Mut statt Mitte

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Der frühere SPD-Vorsitzende Oskar Lafontaine hat den Parteien vorgeworfen, einen beliebigen und unübersichtlichen Kurs zu fahren. „Inzwischen treten sich in Deutschland alle Parteien in der Mitte auf die Füße“, zitiert die „Bild"-Zeitung aus Lafontaines neuem Buch „Die Wut wächst – Politik braucht Prinzipien“. Er habe mit dem Begriff der Mitte nie etwas anfangen können, schreibt Lafontaine darin. „Die Parteien täten sich mit ihrem Beharren auf dem „inhaltsleeren Begriff der Mitte“ keinen Gefallen. „Wer in Deutschland die Interessen der Arbeitnehmer und Rentner vertritt und bei diesen Wählergruppen glaubwürdig bleibt, hat immer die Mehrheit.“

Kritik übt Lafontaine auch am persönlichen Verhalten von Spitzenpolitikern. Ohne Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) explizit zu nennen, schreibt Lafontaine: „Der Lackmustest auf die Glaubwürdigkeit eines linken Politikers ist der Umgang mit seiner Familie, seinen Freunden und mit den ihm anvertrauten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.“ AFP

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