Nach 14 Tagen Abwesenheit : Chinas Vizepräsident Xi Jinping wieder da

Nach 14 Tage Abwesenheit hat sich der chinesische Vizepräsident Xi Jinping erstmals wieder in der Öffentlichkeit gezeigt. Sein Verschwinden hatte Spekulationen ausgelöst.

Xi Jinping, hier auf einem Foto vor seinem Verschwinden.
Xi Jinping, hier auf einem Foto vor seinem Verschwinden.Foto: dapd

Der für rund zwei Wochen von der Bildfläche verschwundene Xi Jinping, Favorit für die Nachfolge des chinesischen Präsidenten Hu Jintao, steht vor einer Rückkehr in die Öffentlichkeit. Xi Jinping könne bereits ab Samstag wieder offiziell auftreten, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Freitag von drei verschiedenen Personen mit Kontakten zur Staats- und Parteiführung. Demnach hat ein Rückenleiden den 59-Jährigen zu einer Pause gezwungen, in der er unter anderem ein Treffen mit US-Außenministerin Hillary Clinton absagen musste.

Sein Verschwinden hatte zu Spekulationen über die Gründe geführt, die von einer Herzattacke über eine Krebsoperation bis hin zu einem Attentat reichten. “Ihm geht es jetzt gut“, sagte eine der Personen. “Er hat sich drei Tage lang einer Physiotherapie unterzogen. Er dürfte schon bald wieder öffentlich auftreten.“ Demnach haben Ärzte dem künftigen starken Mann dazu geraten, eine Pause einzulegen. “Das war nichts Ernstes, aber sehr schmerzvoll“, sagte eine zweite Person. “Aber ihm wurde Bettruhe verordnet.“ Eine dritte Person, die ebenfalls anonym bleiben wollte, hält eine Rückkehr in die Öffentlichkeit schon am Samstag für möglich.


Die Kommunistische Partei hat jede Stellungnahme zum Verschwinden Xis abgelehnt. Zuletzt war der jetzige Vize-Präsident am 1. September gesehen worden. Danach habe er sich beim Schwimmen einen Rückenmuskel gezerrt, hieß es aus Parteikreisen. Deshalb habe er Treffen mit Clinton und Singapurs Ministerpräsident Lee Hsien Loong absagen müssen. Der 59-Jährige soll beim 18. Parteitag in diesem Herbst zum Parteichef der Kommunistischen Partei Chinas und damit zu einem der mächtigsten Männer der Weltpolitik gekürt werden. (dpa/Reuters)

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