Politik : Nach Anschlägen in Bagdad Kinder vermisst

Bagdad - Zwei Tage nach dem Blutbad in Bagdad werden noch immer rund 60 Kleinkinder vermisst, die unter den Trümmern des Justizministeriums vermutet werden. Der Gouverneur von Bagdad, Salah Abdul Rasak, sagte am Dienstag: „Es gibt keine Informationen über die 60 Kinder, die in der Kinderkrippe waren, die zum Justizministerium gehört.“ Zu den verheerenden Terroranschlägen mit mehr als 150 Toten vom Sonntag bekannte sich der irakische Ableger des Terrornetzes Al Qaida. Der Gouverneur, der zur schiitischen Dawa-Partei von Ministerpräsident Nuri al-Maliki gehört, kritisierte die Sicherheitskräfte. Sie hätten entweder ihre Pflicht vernachlässigt oder einige von ihnen steckten mit den Terroristen unter einer Decke. Anders lasse sich nicht erklären, dass eines der beiden von den Sicherheitskameras aufgenommenen Sprengstoffautos mit einer großen Ladung Sprengstoff bis ins Regierungsviertel vorgedrungen sei.dpa

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