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Nach Anschlag in London : Großbritannien hebt höchste Terrorwarnstufe auf

Nachdem die britische Polizei im Zusammenhang mit dem Terroranschlag auf die Londoner U-Bahn einen 21-Jährigen festgenommen hat, gilt nun wieder die zweithöchste Warnstufe.

Bewaffnete Polizisten am Tag des Anschlags an der U-Bahn-Station Parsons Green
Bewaffnete Polizisten am Tag des Anschlags an der U-Bahn-Station Parsons GreenFoto: dpa/Dominic Lipinski/PA Wire

Nach den Fahndungserfolgen bei den Ermittlungen zum Londoner U-Bahn-Anschlag hat Großbritannien die höchste Terrorwarnstufe am Sonntag wieder aufgehoben. Die zuständige Behörde habe entschieden, die Bedrohungslage um eine Stufe zu senken, sagte Innenministerin Amber Rudd. Die Polizei habe nach dem Anschlag am Freitag gute Fortschritte gemacht.

Zuvor hatte die britische Polizei nach dem Anschlag von London einen zweiten Verdächtigen festgenommen. Wie Scotland Yard am Sonntag mitteilte, wurde ein 21-jähriger Mann am späten Samstagabend in Hounslow im Westen der britischen Hauptstadt wegen Terrorverdachts in Gewahrsam genommen. Im Zusammenhang mit dem Attentat ist bereits ein 18-Jähriger in Polizeigewahrsam. Er war im Ausreisebereich des Hafens von Dover festgenommen worden und soll Medienberichten zufolge bei Pflegeeltern nahe London gelebt haben. Scotland Yard wollte das auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur nicht kommentieren. Ein Reihenhaus in der Grafschaft Surrey wurde von der Polizei durchsucht.

Bei dem Anschlag am Freitag in London war eine selbstgebaute Bombe in einer voll besetzten U-Bahn nahe der oberirdischen Haltestelle Parsons Green explodiert. Durch den Feuerball und anschließendes Gedränge wurden 30 Menschen verletzt, drei von ihnen waren am Samstag noch im Krankenhaus. Die IS-Terrormiliz reklamierte den Anschlag für sich.

Die höchste Terrorwarnstufe signalisiert den Briten, dass ein weiterer Anschlag unmittelbar bevorstehen könnte. Bei der nun geltenden zweithöchsten Stufe gehen die Behörden immer noch mit einer hohen Wahrscheinlichkeit von einer weiteren Attacke aus. (mes, AFP, dpa)

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