Nach Atom-Entscheidung : Grüne: Kein Schwarz-Grün im Bund

Immer wieder kokettieren Unions- und Grünenpolitiker mit der schwarz-grünen Option auf Bundesebene. Doch die Verlängerung der Atomkraftwerkslaufzeiten wird zum Ausschlusskriterium.

Berlin - Als Reaktion auf die Atom-Entscheidung der Bundesregierung haben mehrere Grünen-Politiker einem möglichen Regierungsbündnis ihrer Partei mit der Union im Bund eine Absage erteilt. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Bärbel Höhn, sagte dem  Berliner Tagesspiegel: „Die Union hat mit dem Beschluss eine Mauer aufgebaut. Die wussten genau, dass sie Schwarz-Grün bei einer Laufzeitverlängerung nicht kriegen und haben es trotzdem gemacht. Damit ist ein Bündnis im Bund in ganz weite Ferne gerückt." Der Berliner Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele  wurde noch deutlicher: „Ich halte es für völlig ausgeschlossen, mit einer Union zu koalieren, die längere Laufzeiten durchsetzt“, sagte Ströbele. Ähnlich äußerte sich der klimapolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Hermann Ott: „Auf dieser Grundlage kommt Schwarz-Grün im Bund nicht mehr in Frage. Wer Politik gegen die Kerninteressen eines möglichen Partners sowie die Interessen der Bevölkerung macht, schlägt alle Türen zu.“ (Tsp)

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